Clinical research in prognosis, management, and potential treatment options for traumatic spinal cord injuries
Traumatische Rückenmarksverletzungen stellen eine grosse Herausforderung in der Veterinärneurologie dar und können zum vollständigen Verlust der motorischen Funktion der Hintergliedmassen (Paraplegie) führen. Rückenmarksverletzungen können durch äußere (z.B. Verkehrsunfälle) oder innere Traumata (z.B. Bandscheibenvorfälle) entstehen. Da Bandscheibenvorfälle natürlich vorkommen und es grosse Analogien zur Pathophysiologie beim Menschen gibt, gewinnt das Rückenmarkstrauma beim Hund zunehmend an Bedeutung als translationales Tiermodell zur Erforschung von Rückenmarkstraumen beim Menschen.
Forschende der Klinik für Klinische Neurologie untersuchen potenzielle Biomarker zur Prognose der Erholung und erforschen innovative therapeutische Ansätze, insbesondere die Transplantation von Zellen, die die Geweberegeneration im verletzten Rückenmark fördern. Ihre Studien umfassen detaillierte Bewertungen der neurologischen Funktion sowie der Behandlungsergebnisse, um die Wirksamkeit dieser Interventionen zu beurteilen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können dazu beitragen, therapeutische Möglichkeiten für menschliche Patienten mit vergleichbaren Rückenmarksverletzungen weiterzuentwickeln.
Veronika Stein, Enrice Hünerfauth, Nicolas Schott